Für seine aktuelle Ausgabe hat das Magazin Öko-Test insgesamt 19 vegane Aufschnitte getestet, darunter sechs Bio-Produkte, unter anderem auch die Salami von Wheaty. Unser Aufschnitt schnitt mit dem Gesamturteil „befriedigend“ ab.

Im Vergleich mit „echter“ Salami und Mortadella könnten vegane Wurstersatzprodukte fast nur gewinnen, so das Magazin: „Kein Tier hat dafür gelitten oder Antibiotika gefressen, die Produktion hat weitaus weniger klimaschädliche Gase freigesetzt, Menschen senken mit dem Verzicht auf rotes Fleisch und Nitritpökelsalz ihr Krebsrisiko – die Liste der Vorteile ließe sich noch fortführen.“ Dennoch seien die Testergebnisse für den veganen Aufschnitt „enttäuschend“: „Zwar haben alle 19 Wurstersatzprodukte die Sensorikprüfung tadellos bestanden, doch ist in ihrem Beitrag zu einer gesunden Ernährung noch deutlich Luft nach oben.“ So enthielten die meisten Produkte relativ viele und teils umstrittene Zusatzstoffe, auch der Salzgehalt sei oft zu hoch. 13 der Aufschnitte wurden mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet.

Aromen oder Verdickungsmittel wie Carrageen, die im Artikel kritisiert werden, werden in unseren Bio-Produkten nicht eingesetzt. Auch beim Salzgehalt schneidet die Wheaty-Salami gut ab. Der einzige Grund, weshalb sie zwei Noten Abzug bekommt: Eine Laboranalyse habe Mineralölbestandteile (MOSH) nachgewiesen, die Öko-Test als „erhöht“ einstuft. Dies betrifft keineswegs nur unser Produkt: „Die meisten Aufschnitte sind mehr oder weniger stark mit Mineralölbestandteilen verunreinigt“, meint das Magazin. Nur in zwei von 19 Aufschnitten seien keine MOSH gefunden worden.

Wir weisen darauf hin, dass Öko-Test eine eigene, nicht offizielle Skalierung anlegt und sich hierbei nicht an die bestehende Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hält. Die vom Magazin in Auftrag gegebene Analyse hat einen Wert von 2,19 mg/kg ergeben. Eine von uns veranlasste Analyse von Rückstellmustern aus derselben Charge konnte dieses Ergebnis nicht bestätigen. Laut der Zweitanalyse durch ein akkreditiertes Labor liegen wir bei MOSH bei einem Gehalt von 0,89 mg/kg. Dieses Ergebnis haben wir der Redaktion mitgeteilt, in einer Anmerkung im Artikel wird auch darauf hingewiesen; dort heißt es: „Laut Anbietergutachten liegt in chargengleichem Produkt ein MOSH-Gehalt vor, den wir nur als Spuren bewerten würden.“ Folgt man der offiziellen Einordnung des BfR, liegen wir mit beiden Ergebnissen aber weit unter dem Toleranzwert für MOSH, der sich für Getreide- und Speiseölerzeugnisse zwischen 6 und 13 mg/kg bewegt. Das BfR vertritt die Meinung, dass Mineralöl-Gehalte in Lebensmitteln zwar unerwünscht und – soweit technisch machbar – zu minimieren sind. Sie stellen aber kein akutes Sicherheitsproblem dar. Eine Aufnahme von MOSH, die bereits aufgrund der bestehenden „Hintergrundbelastung” überall in der Umwelt unvermeidbar ist, könne sich, so das BfR, durch Lebensmittelverzehr nur geringfügig erhöhen.

Wir achten seit jeher auf höchste Qualität unserer verwendeten Bio-Rohstoffe. Trotzdem können externe Einträge nicht immer mit vollständiger Sicherheit ausgeschlossen werden, da z.B. schon eine Erntemaschine, die Öl absondert, einen messbaren Eintrag verursachen kann. Aus internen Untersuchungen können wir bestätigen, dass in keinem Abschnitt der Produktion mineralische Öle verwendet werden, die austreten und im Herstellungsprozess eine Verunreinigung herbeiführen können. Dies ist das Ergebnis eines mehrstufigen Screenings, das wir auch mit verschiedenen Produktgruppen durchgeführt haben. Hierbei wurde jeder Herstellungsschritt separat untersucht. Das eindeutige Ergebnis: Im Produktionsprozess entsteht kein Eintrag. Zudem weisen unsere Verpackungsmaterialien funktionelle Barrieren gegen die Migration von Mineralölrückständen auf. Selbstverständlich sind wir weiterhin bemüht, mögliche Eintragsquellen zu identifizieren und zu eliminieren. Dabei richten wir uns nach den Orientierungswerten des BfR und führen weiterhin verstärkt Rohstoffanalysen durch.