Wir haben den Dreh des Films „Artgerecht“ mit einer Produktspende unterstützt! „Artgerecht“ ist ein 8-minütiger Kurzfilm, produziert im Rahmen des Atelier Ludwigsburg-Paris, in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg sowie den Sendern ARTE und SWR. Der Film thematisiert das Verhältnis zwischen „Nutztieren“ und den Menschen, die sie pflegen – um genau zu sein, spielt er in einer Zeit oder Welt, in der es „Nutzmenschen“ zur Fleischproduktion gibt. Der „Nutzmensch“ im Film heißt „733“ bzw. wird von seinem Pfleger später verbotenerweise „Harry“ getauft. Die Synopsis des Films lautet:

In einer Welt, in der Menschen gezüchtet werden, um geschlachtet und in Fleisch verwandelt zu werden, ist ein Mitarbeiter einer Fleischfabrik zwischen seiner Pflicht und der Liebe zu seinem Schützling hin- und hergerissen. Anton, 45 Jahre alter ZART-Mitarbeiter, arbeitet als Pfleger. Seine Aufgabe ist es, seine jungen Zöglinge auf die Schlachtung vorzubereiten, damit sie zu hochwertigem Fleisch verarbeitet werden können. Diese Arbeit ist für ihn zur Routine geworden, er trainiert, massiert, pflegt und füttert seine Schützlinge, bis sie schlachtreif und verwandlungsbereit sind. Trotz der körperlichen Nähe zu seinen Schützlingen, die seine Arbeit erfordert, macht er sie professionell und vermeidet jede Art von Intimität. Die Begegnung mit seinem neuen Schützling Harry, einem gutaussehenden 22-jährigen Jungen, wird sein Leben auf den Kopf stellen. Seine Gefühle für Harry wachsen mit der Zeit und lassen ihn sein Leben, seine Arbeit und seine Rolle im System in Frage stellen. Wird Anton Harrys Schlachtung mitverantworten oder lehnt er sich im Namen der Liebe auf?

Das Werk will zum Nachdenken über den Umgang mit anderen Lebewesen in Bezug auf unsere Ernährung anregen. Nicht zuletzt deswegen wurde das über 20-köpfige Filmteam die ganze Zeit über komplett vegan und biologisch verköstigt, und zwar von der Münchner Filmschaffenden und Köchin Clarissa Juse („Paradiesfutter“). „Zum krönenden Abschluss-Essen (‚733-Festmahl‘ in Bezug auf den ‚Nutzmenschen‘ 733 aus dem Film) gab es die hervorragenden Medaillons von Wheaty, mit cremigem Kartoffelpüree und einer köstlichen veganen Bratensoße“, wie uns Clarissa jetzt berichtet.

Bei dem Projekt handelt sich um den Abschlussfilm zweier junger deutsch-französischer Produzenten namens Alissa Aubenque und Joseph Sacuto im Rahmen der deutsch-französischen Filmhochschulkooperation „Atelier Ludwigsburg Paris“. Regie hat Carly Coco Schrader von der Filmakademie Ludwigsburg geführt, deren Ziel es ist, einen „seltsam ästhetischen Film zu machen, der die Zuschauer nachdenklich stimmt“. Für Valentin Burkhart, der das Drehbuch geschrieben hat, ist der Streifen „eine Liebesgeschichte im Deckmantel einer satirischen Systemkritik“. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis! „Der Film ist schon im Schnitt und ARTE und der SWR sehr zufrieden – das heißt, der Ausstrahlung in ein paar Monaten im Fernsehen und auf nationalen und internationalen Festivals steht nichts im Wege“, so Clarissa.

Foto-Credit: Hugo Lenhardt/Clarissa Juse, Paradiesfutter.