Letzte Woche war eine Schulklasse in der Wheaty-Versuchsküche zu Besuch. TOPAS-Geschäftsführer Klaus Gaiser vermittelte den Schülern Hintergrundwissen zu den Auswirkungen der industriellen Tierproduktion und über vegane Alternativen. Dann durften die Schüler selbst Seitan-Würste herstellen, die anschließend genüsslich gemeinsam verzehrt wurden.

Klaus Gaiser zeigte anhand von Schaubildern die negativen Auswirkungen der Fleischproduktion auf Mensch, Tier und Umwelt auf. Oft steht hinter dem Schritt zum Veganismus die Sorge ums Tierwohl. Aber auch andere Gründe sprechen für eine Ernährungsumstellung weg von Tierprodukten, etwa der größere Flächen- und Wasserverbrauch. Die Klimabilanz von Fleischalternativprodukten fällt erheblich besser aus als die von vergleichbaren Erzeugnissen aus Fleisch.

Anschließend wurde den Schülern gezeigt, wie Seitan hergestellt wird. Dazu wird die Stärke des Weizens vom Eiweiß getrennt. Das Weizeneiweiß bildet die Basis für die Herstellung von Seitan-Würsten und anderen Fleischalternativen. Der Erfinder der Seitan-Wurst erläuterte den Schülern, dass die Herstellung einer veganen Wurst der Produktion von Würsten aus Fleisch gleicht – aber statt tierischem wird eben pflanzliches Eiweiß verwendet. Eine gute vegane Wurst herzustellen ist eine ganz besondere Kunst: Sie darf den gewohnten Biss und Geschmack nicht vermissen lassen; das ist bei den pflanzlichen Rohstoffen nicht a priori gegeben. Das Geheimnis liegt in der Würzung. Diese zu regulieren, das ist Kochkunst, die nur durch viel Erfahrung gewonnen werden kann.

Für die Schüler war der Besuch in der Versuchsküche nicht nur eine willkommene Abwechslung er brachte auch neues Wissen, das aufgrund der Anschaulichkeit des „Unterrichts“ sicher lange in Erinnerung bleiben wird; und der Naturkostpionier Klaus Gaiser hat sich gefreut, Wissen an die nächste Generation weitergeben zu können, das dazu beiträgt, unsere Lebensgrundlagen für die Zukunft zu erhalten. Aber natürlich gab es nicht nur etwas für den Kopf, sondern auch etwas für den Magen: Die Schüler durften die Würste, die sie hergestellt hatten, selbstverständlich anschließend verzehren.