Zum fünften Mal in Folge fand am Aschermittwoch 2020 in Osterhofen Niederbayerns größter Veggie-Stammtisch statt – seit diesem Jahr unter dem neuen Namen „veg-up“. Eingerahmt von Info- und Essensständen, darunter ein Wheaty-Probierstand, wurde ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geboten. „Mit einem ganz besonderen Highlight warteten die Macher auf, da sie als Moderatorin die Schauspielerin Isabella Hübner präsentierten“, berichtete die Redaktion der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung. Die Schauspielerin, bekannt aus TV-Produktionen wie Dahoam is dahoam, Tatort, Sturm der Liebe und SOKO München, ist auch eine „Veggie-Persönlichkeit“, die selbst vegan lebt und sich für den Tierschutz stark macht.

Neben Darbietungen des Tierschutztheaters aus München, einem Vortrag von Ärzte gegen Tierversuche e.V. sowie den Reden der Veganen Gesellschaft Deutschlands, der Tierschutzpartei (Mensch, Umwelt, Tierschutz) und der V-Partei³ (Partei für Veränderung, Vegetarier & Veganer), gab es für die Besucher in diesem Jahr noch einen weiteren besonderen Höhepunkt: Jennifer Genova aus Ergolding wurde auf der Bühne zur ersten Bayerischen Weißwurstkönigin nach Veggie-Art gekürt. „Es wurde kürzlich eine Bayerische Leberkaskönigin gekürt. Wir zeigen, dass das auch vegan möglich ist“, so der Organisator des Events, Johann Kiermaier. Die 30-jährige Jennifer Genova ist Darstellerin für Film und Fernsehen und lebt seit über fünf Jahren komplett vegan.

Auf Facebook schreibt sie: „Zugegeben ganz zu Anfang hatte ich das Ganze etwas belächelt und wusste nicht, wie ich dazu stehen sollte. Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto besser fand ich die Idee. Und nein, nicht weil ich vielleicht ein Krönchen aufgesetzt, eine Schärpe umgehängt und Blümchen bekommen würde, sondern weil ich es schade finde, dass sogar ich – die, die schon viele Jahre vegan lebt und für die es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist, vegan durchs Leben zu gehen – darüber nachdenkt, ob es dafür eine Berechtigung gibt. Eine Berechtigung, deren schon zig andere Produktkönig(e)innen ganz selbstverständlich zuteil wurde. Warum sollte es also nicht auch eine vegane Produktkönigin geben?“ Sie habe sich beworben, weil sie hoffe, dadurch die vegane Lebensweise noch gesellschaftsfähiger machen zu können. Weiter schreibt sie: „Warum gerade die vegane Weißwurst? Weil ich sie mit meiner Heimat Bayern verbinde und speziell auch die Philosophie der Firma Wheaty, die diese Weißwurst herstellt und das ganze Unterfangen unterstützt hat, extrem lobenswert finde und ich dadurch mehr als dahinter stehen kann. Und… ganz ehrlich… weil sie einfach extrem gut schmeckt.“