Veganer Sauerbraten

Veganer Sauerbraten

Großmutters Sauerbraten – da werden zumindest in süddeutschen Gefilden Erinnerungen wach, und selbst hundertprozentige Veganer trauern vielleicht wehmütig diesem besonderen Geschmackserlebnis nach. Mit den Wheaty-Seitanprodukten lassen sich die meisten traditionellen Fleischgerichte nachkochen, denn letztlich kommt es ja auf die Struktur und die Würzung des Basisproduktes an. Der Verzicht auf Rohstoffe von Tieren ist also in der Regel ganz einfach. Aber ein veganer Sauerbraten? Puh, das ist selbst für die Profis in der Wheaty-Versuchsküche eine Herausforderung gewesen. Denn die Marinade macht einen Großteil der „Sauerbraten-Geschmacksexplosion“ aus. Da sie aber im Original durch Rotwein und Essig sehr sauer ist, liegt hier die Herausforderung: Die Säurekombination zersetzt den Seitan in seine Bestandteile, wenn man sie zu lange wirken lässt. Also Obacht! Weniger ist hier mehr, was aber nicht für den Geschmack gilt, denn der ist, wenn’s fertig ist, so, wie es wohl auch Großmutter akzeptieren würde.

Für den Braten:

 

  • 4-6 Packungen Wheaty Seitans-Braten

 

Für die Marinade/Sauce:

 

  • 2 große Zwiebeln
  • 2 große Karotten
  • 100 g Knollensellerie
  • 1 Lauchstange
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 10 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Lorbeerblatt
  • 6 Wacholderbeeren
  • 4 Nelken
  • 10 Pfefferkörner
  • 2-3 EL Rohrohrzucker
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 125 ml Rotweinessig
  • 60 g Saucenlebkuchen
  • 2 EL Sojasauce

Verwendetes Wheaty-Produkt:

Seitans-Braten
  • Die Braten-Scheiben mit Lebensmittelschnur zu einem Block bzw. Päckchen zusammenbinden, nicht zu stramm, aber so, dass es hält. In einer großen Pfanne kurz scharf von jeder Seite anbraten, herausnehmen und auskühlen lassen.
  • Dann die Marinade ansetzen: Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch in grobe Stücke schneiden, Knoblauch andrücken. Mit den getrockneten Pilzen, Lorbeer, Wacholder, Nelken, Pfeffer und Zucker in einen großen Topf oder Bräter geben, Rotwein und Essig dazugeben, verrühren. Den Seitan-Block dazulegen und 90 Minuten marinieren lassen. Zwischendurch den Block immer wieder vorsichtig wenden und übergießen. Dann die Marinade vom Seitan trennen und beides getrennt und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Am nächsten Tag den Braten-Block abtupfen. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen und das Gemüse aus dem Sud anbraten, bis es gut gebräunt ist. Den Braten-Block dazulegen, kurz anheizen, dann alles mit der Marinade ablöschen. Aufkochen lassen und dann den Braten bei ca. 60-80 Grad im Ofen warmstellen.
  • Die Sauce im geschlossenen Topf bei geringer Hitze ca. 45 Minuten köcheln lassen. Dann durch ein Sieb abgießen, das Gemüse dabei gut ausdrücken. Den Fond zurück in den Topf geben und erneut aufkochen, den Saucenlebkuchen hineinbröseln und bei geringer Hitze unter Rühren auflösen. Eventuell mit etwas Sojasauce und/oder Essig abschmecken. Ist die Sauce zu stark einreduziert, mit etwas Gemüsebrühe aufgießen.
  • Nun den Bratenblock aufschnüren und auf einer Servierplatte auffächern, Sauce drüber gießen und das Gemüse dazulegen. Dazu schmecken Semmelknödel!